Das pink-farbene Verhüterli (eine Liebesgeschichte)


Mike (eigentlich hatten ihn seine Eltern Michael getauft aber international  eben „Mike) war ein gut aussehender Mann, 35 Jahre alt. Sportlich, durchtrainiert, charmant und - er hatte eben das „gewisse Etwas“ das man hat oder nicht. Mike hatte es! Diese Eigenschaften und natürlich eine große Portion Cleverness kamen ihm bei seiner Manager Tätigkeit, Börsenmakler etc. sehr zu statten. Mike flog in einer Woche nach New York, von dort nach Singapur  und weiter mit Zwischen-Stop von zwei Tagen in den Emiraten nach Tokyo und wieder zurück nach Wien. Mike wohnte in einem smarten Single Appartement, teuer und trendig eingerichtet und Mike verdiente einen Haufen Geld. Das Geld wird einem aber nicht nachgeschmissen – wie  man weiß. Mike musste natürlich immer den Puls der Aktien fühlen. Geschäftsreisen, Besprechungen mit Groß-Aktionären, Abschlüsse mit Riesen Umsätzen. Da die Hotelzimmer, ganz gleich auf welchem Kontinent, in welchem Land, in welcher Stadt  alle gleich gestiled waren hatte er kaum Schwierigkeiten sich zurecht zu finden. Hotels, Flughäfen – alle gleich!

Auch beim weiblichen Geschlecht  hatte er keine Schwierigkeiten sich zurecht zu finden.

Die Frauen und Mädchen flogen ihm nur so zu. Er brauchte nur sein charmantes Lächeln aufzusetzen, zärtlich in die Augen der Jeweiligen blicken, ein paar nette Worte als Frauenversteher und schon fand noch am selben Tag ein elegantes Dinner mit Sekt-Abschluss und Liebesnacht in seinem Hotel statt. Meist waren Kolleginnen, Seminarteilnehmerinnen aber auch Stewardessen und hübsche Sekretärinnen seine jeweils Auserwählten. Mike hatte ein intensives Sexualleben – er konnte nicht klagen.  Meist waren seine Beziehungen „one night stands“, angenehm und erfüllend für den Augenblick und für beide aber natürlich ohne Verpflichtungen – wenn sich am Horizont irgendwelche Sentimentalitäten zeigten war Mike ganz schnell weg. 

Was „Verhüterlies“ betrifft hatte Mike eine Vorliebe für die unterschiedlichsten Farb-Nuancen  je nach Stimmung. Mike hatte sich sein Leben und vor allem sein Sexualleben bestens organisiert und er lebte angenehm und unabhängig von irgendwelchen Beziehungszwängen.

Aber … eines Tages traf auch ihn Amors Pfeil! Völlig unerwartet und überraschend.

Es war in einem der wenigen verbliebenen Wiener Cafes als Mike an einem der goldenen Herbsttage, wie es sie eben nur im Herbst und vielleicht nur in Wien gibt. Mike hatte sich einen kurzen Heimaturlaub gegönnt und hatte Lust auf einen Espresso. Da sah er Emma. Emma eine zarte fast zerbrechliche junge Frau. Sie saß am letzten freien Tisch und klammerte sich an ihr Cello, das fast größer schien als sie. Sie war in das Lesen einer Partitur vertieft.

„Ist hier noch frei?“, fragte Mike. Als keine Reaktion kam setzte er sich einfach auf die gegenüber liegende Bank. Er interessierte sich normaler Weise kaum für Menschen seiner Umgebung – außer es handelte sich um potenzielle Kunden. In diesem Fall aber betrachtete er Emma wie unter Zwang.  Dichte brünette Haare verdeckten Teile ihres schmalen Gesichtes und ließen die feinen Züge noch mehr hervortreten. Ich muss irgendwie mit diesem Wesen in Kontakt kommen! dachte Mike, aber wie! Unbewusst fühlte er, dass in diesem Fall seine übliche Charme - Offensive nichts bringen würde. Und noch etwas fühlte Mike: er hatte plötzlich das Bedürfnis dieses zerbrechlich scheinende Mädchen zu beschützen gegen alle Unbilden dieser Welt. Dieses Gefühl hatte er bisher nie gekannt.

Emma klappte das Notenheft zusammen, runzelte die Stirn und blickt bekümmert auf den Umschlag des Notenheftes.

„Probleme? Fragte Mike und sah eine Möglichkeit mit der jungen Frau in Kontakt zu kommen – vielleicht wirkte seine Masche als „Frauenversteher“ auch in diesem Fall.  Emma nickte nur. „Vielleicht  ist es gut mit jemanden zu sprechen!“ sagte Mike. Da sah sie ihn zum ersten Mal an. Es war ein intensiver aber zu gleich hilfloser Blick und wieder empfand Mike das Gefühl sie beschützen zu müssen. „Es wird Sie nicht interessieren!“ sagte Emma. „Egal! Sprechen Sie einfach!“ kam es von Mike.

„Schwierige Sache!“ nach einigem Zögern begann Emma zu sprechen. Ich möchte mich in einem halben Jahr bei einem Orchester bewerben – dann wird nämlich die Stelle eines Cellisten/in frei. Bei dreißig bis vierzig internationalen Bewerbern/innen ist die Chance genommen zu werden nicht sehr groß. Besonders wenn man das Musikstudium erst vor kurzem abgeschlossen hat. Aber man muss es versuchen! Erschwerend ist aber dass die Jury mir die Cello-Sonate eines alten Barockmeisters zugeteilt hat, dessen Werk seit Jahren nicht mehr verlegt wurde. Antiquarisch gibt es die Noten auch nicht. Ich sollte aber so bald wie möglich die Noten beschaffen und zum Üben beginnen!“ Emma schüttelt verzweifelt den Kopf.

Vielleicht kann ich helfen!“ Sagte Mike „ich komme viel herum und habe da meine Verbindungen!“ Emma schüttelte den Kopf . „Ist ja nett von Ihnen aber warum sollten Sie das für mich tun? Sie kennen mich doch gar nicht!“ „Ich möchte einfach nur versuchen einer aufstrebenden Musikerin zu helfen. Ich sage „versuchen“ , ob ich es schaffe werden wir sehen!“ Instinktiv vermied Mike die Formulierung „ich möchte einer jungen, hübschen Dame eben behilflich sein“ denn ebenso instinktiv begriff er, dass bei Anwendung seiner sonst üblichen Floskeln er sofort weg vom Fenster wäre und die junge Frau schleunigst das Weite suchen würde.

Abermals schüttelte Emma den Kopf und blickte ihn zweifelnd an. „Lassen  Sie es mich einfach versuchen. Da haben Sie ja nichts zu verlieren!“ Mike sagte dies so nebenbei und gleichgültig wie er nur konnte.

Nach einigem Zögern gab die junge Frau ihre Handy-Nummer preis. Sie schrieb sie auf die Papierserviette des Cafes. Dazu schrieb sie ihren Namen „Emma“. Zugleich zahlte sie, verabschiedete sich hastig, schnallte sich ihr Cello, das, wie er neuerlich bemerkte, doppelt so lang schien als sie   und ging.

Mike hatte natürlich keine Ahnung von Cello-Sonaten und Musik-Verlagen. Das war nicht seine Welt. Aber er sah es als Herausforderung an diese verdammte Cello- Sonate zu beschaffen und sein Jagt-Instinkt  erwachte.

Andererseits dachte er, was ist mit mir? Was ist mir da eingefallen? Wahrscheinlich habe ich das Ganze morgen schon vergessen! Dennoch steckte er die Papierserviette mit Emmas Nummer in die Brieftasche.

Als er zu seinem Porsche zurückkam prangte ein Strafzettel an der Windschutzscheibe. Natürlich hatte er im Halteverbot geparkt. Den Strafzettel würde er im Büro abgeben. Das würde die Sekretärin für ihn erledigen.

Am nächsten Tag flog er schon wieder nach New York um dort wichtige Aktienkäufer zu treffen. Dort traf er auch eine Anwältin, die er von früheren Verhandlungen kannte. Eine hübsche, gepflegte und unabhängige Frau . Nach den geschäftlichen Verhandlungen ging er mit ihr zum Steake-Dinner in ein exklusives Restaurant. Bei einer Flasche Lambrusco kamen sich die beiden näher. Anschließend brachte Mike die Dame per Taxi nach Hause. Sie wollte ihn noch, wie üblich auf einen Kaffee zu sich bitten aber ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheiten verabschiedete er sich von ihr mit Küsschen Küsschen, ging zurück zum Taxi und ließ die verdutzt Dreinblickende zurück.

Was ist mit mir? Wieder fragte er sich das gleiche. Wieso habe ich eine angenehme Liebesnacht ausgeschlagen? Ich glaube ich spinne wohl! Aber... Amors Pfeil hatte ihn getroffen und der war unerbittlich!

In nächster Zeit hatte er sehr viel zu tun. Zwei bis drei Flüge die Woche. Dennoch machte er sich auf die Suche nach der Cello-Sonate des Barockmeisters, die Emma so dringend brauchte. Zunächst fragte er einige seiner Geschäftskollegen. Aber die waren nicht sehr hilfreich. Er suchte im Google Musikverlage, die möglicherweise Cello-Sonaten anboten. Aber ohne Erfolg. Er begann die einzelnen Musikverlage und Geschäfte zu durchstöbern wo auch immer und in welcher Stadt er gerade war. Aber überall die gleiche Antwort auf seine Frage nach der Sonate: der Barockmeister war kaum noch bekannt und seine Werke wurden daher selten gespielt. Er besuchte auch die Zentren der großen Orchester und ihre Archive. Im Archiv eines bekannten Barockorchesters wäre er fündig geworden. Aber aus rechtlichen Gründen konnte man ihm keine Kopie der Sonate geben. Da halfen auch keine Versuche, den Archivar zu bestechen. Der Mann lehnte empört jeden Bestechungsversuch ab.
 
Verflixt! Dachte er wütend aber er musste ohne Erfolg abziehen. Umso erfolgloser er war desto mehr verbiss er sich in die Herausforderung. Warum? Das wusste er selbst nicht. Aber aufgeben kam nicht in Frage! Und dann, eigentlich rein zufällig! Mike hatte in Madrid zu tun, am Abend ging sein nächster Flug nach Frankfurt und er entspannte sich bei einem Gläschen Vino Tinto und ein paar Tapas in einer kleinen Bar. Da erblickte er durch das Fenster ein Geschäft, das offensichtlich antiquarische Noten führte. Er bezahlte hastig und stürmte in den Laden. Und dort – als hätten die Noten auf ihn gewartet – dort lagen die lang Gesuchten gleich zu oberst auf einem Stapel.

Mike erledigte seine Geschäfte in Frankfurt und flog mittags direkt zurück nach Wien. Sofort und noch am Flughafen wählte er Emmas Handy-Nummer, die er natürlich längst in das Verzeichnis seines Smartphones eingetragen hatte. Einen ganzen Tag lang versuchte Mike Emma zu erreichen aber es meldete sich nur der Beantworter und sie rief nicht zurück. Dann endlich!“ Ich hab`sie, ich hab`sie!“ Ziemlich laut dröhnte es an Emmas Ohr „Wie bitte? Wer sind Sie!“ kam es kühl zurück. „Ach ja! Sie werden sich vielleicht erinnern! Vor ca. vierzehn Tagen sind wir im Cafe ins Gespräch gekommen. Sie haben mir von der Cello-Sonate erzählt, die Sie unbedingt für das Vorspielen brauchen. Endlich! Ich hab`sie! Können wir uns gegen 19 Uhr im Cafe treffen?“ „Ja wieso kommen Sie dazu die Cello-Sonate zu suchen? Emma war völlig perplex. „Na so halt!“ Im nächsten Augenblick merkte Mike, wie stupide seine Antwort gewesen war. Aber irgendwie belustigte die Antwort Emma und sie sagte – mehr aus Neugierde zu, Mike im Cafe zu treffen.

Jetzt muss aber erwähnt werden – und das ist wichtig, dass Mike sich während der Zeit seiner Jagt auf die Cello-Noten akribisch und gründlich wie es seine Art war über alte Musik – vor allem Barockmusik informiert hatte. Ja, man kann sagen, dass er alles über Barockmeister und ihre Musik in sich eingesogen hatte.

Als er im Cafe Emma erblickte begrüßte er sie wie eine alte Bekannte und so empfand er es auch. Stolz überreichte er der nach wie vor verdutzten Emma die antiquarischen Noten der Cello-Sonate, die sie so dringend für ihr Vorspiel brauchte.  Nicht um Emma zu imponieren sondern aus purem Bedürfnis begann er ein Fachgespräch über Kammermusik, die besten Orchester etc. zu führen. Emma beantwortete seine Fragen gerne, denn sie spürte wirkliches Interesse und Enthusiasmus. So nebenbei erzählte Emma, dass sie sich vom Erbe ihrer verstorbenen Großmutter das Cello gekauft hatte. Es war ein gutes altes Instrument, das einen herrlichen Klang hatte und das nicht billig gewesen war. Allein der Klang ihrer Stimme machte Mike glücklich.

Fast zwei Stunden verbrachten sie im Cafe und nicht nur Mike hatte das Gefühl, dass sie sich schon eine Ewigkeit kannten.

Und da.... ja und da streifte der Pfeil des Liebesgottes, der überall gegenwärtig ist wo es etwas zu kuppeln gibt, ganz sanft Emmas Haar. Nur drei Wochen später würde Amors Pfeil auch Emma mitten ins Herz treffen.

Der Liebespfeil des übermütigen kindlichen Gottes landete in einer Kaffeetasse, die eine Dame eben zum Mund führen wollte und die Tasse zersprang in tausend Stücke. Der Inhalt der Tasse ergoss sich über den Tisch. Der verzweifelte Oberkellner war sofort zur Stelle, entschuldigte sich tausend mal, wischte an der Dame herum und bat sie die Rechnung für die Putzerei an das Cafe zu senden. Zu seiner Verwunderung lächelte die Geschädigte nur – immerhin – vergessen wir nicht – es war Amors Pfeil, der auch sie ein wenig gestreift hatte.

Von nun an  traf Mike Emma so oft er konnte. Er bemühte sich, seine Konferenzen und  Besprechungen möglichst per Skype abzuwickeln, sodass er öfter in Wien sein konnte. Emma musste natürlich intensiv üben. Zum Glück unterstützte sie ihr früherer Lehrer. Nach einigem Widerstreben durfte Mike ab und zu Emma zu den Lehrstunden begleiten. Er saß dann mäuschenstill in einer Ecke des Zimmers und war einfach glücklich, Emma zu sehen. Emma nahm Mike auch zu den Abschlusskonzerten ihrer Kolleg/Innen mit und so lernte er Emmas Welt kennen. Und ...wenn beide Zeit hatten gingen sie in die berühmten Konzertsäle Wiens um ebenfalls berühmte Orchester zu hören, die gerade in Wien waren.

Instinktiv fühlte Mike, dass er Emma nicht zu eleganten und kostspieligen Dinners einladen durfte – das war nicht ihre Welt. So gingen sie einmal Pizza-essen oder sie verbrachten einen netten Abend in einem der kleinen Beisel, die es in der Josefstadt gab. An einem dieser Abende lud Emma Mike in ihre kleine Garconiere auf einen Tee ein. Und da küsste Mike Emma zum ersten Mal. Ich muss nicht erwähnen, dass da Amor tätig war und Emma endgültig ins Herz getroffen wurde. Gut Ding braucht eben Weile und das ist gut so!

Ab diesem Tag kamen sie sich näher und näher und waren glücklich und glücklicher. So verging ein Monat und der Tag des Vorspiels bei einem der berühmten Orchester Wiens rückte für Emma immer näher. In zwei Wochen sollte die Bewerbung stattfinden und Emma war gut vorbereitet. Da überredete Mike Emma, bevor die Intensiv Phase des Übens beginnen sollte sich zu entspannen und ein Wellness-Wochenende in einem der smarten Thermen Hotels gemeinsam zu verbringen.


Und jetzt, geneigter Leser, der bis hierher durchgehalten hat, die „Schmonzette“ nicht schon längst aufgegeben hat sich aber dennoch fragt: was hat das Ganze mit einem „pinkfarbenen Verhüterli“ zu tun , jetzt kommen Sie auf Ihre Rechnung!

Mike und Emma verbrachten einen herrlich entspannten und glücklichen Tag in der Therme. Glücklich selbstverständlich, denn was gab es schöneres als beisammen zu sein. Nach dem Dinner – diesmal war es wirklich ein köstliches Gourmet-Dinner – hatten sie natürlich das Bedürfnis sich zu lieben.

Mike wusste, dass er in der Tasche seines Bademantels ein „Verhüterli“ eingesteckt hatte. Eben das „pinkfarbene Verhüterli“ Er kramte und kramte aber das hinterlistige Verhüterli hatte sich in der Naht seines Bademantels versteckt und Mike konnte es nicht finden.

Da ließ Mike Verhüterli Verhüterli sein, umarmte voller Sehnsucht seine große Liebe und so spielte das pinkfarbene Verhüterli  wenn auch passiv Schicksal.....

Emma kam beim Probevorspiel in die letzte Runde. Von 35 Bewerber/Innen blieben sechs über. Letztendlich wurde Emma nicht genommen. Sie war wohl enttäuscht – das war klar – aber sie hatte das Gefühl, dass die ganze Sache bereits von vornherein abgesprochen war, obwohl angeblich alles neutral abgewickelt wurde.

Mike hatte es nicht nötig, Emma zu trösten. Sie war gefasst, würde sich noch verbessern und es bei einem anderen Wettbewerb versuchen.

Nach weiteren vierzehn Tagen merkte Emma dass sie schwanger war. Da wirkte sie tatsächlich verzweifelt. Mike, der zwei Tage dienstlich unterwegs gewesen war bemerkte die Veränderung Emmas sofort. Nach verzweifeltem Schluchzen rückte Emma schließlich damit heraus: „Meine Kariere ist dahin! Die kann ich abschreiben“ Kam es von Emma „aber ich werde das Kind bekommen, egal ob du es willst oder nicht!“ „Aber Emma, Schatz!“ sagte Mike „ich liebe dich doch! Habe ich dir das noch nicht gesagt? Ich liebe dich, ich liebe dich! Und ich liebe das Kleine jetzt schon!“ Mike war fassungslos vor Glück, nahm Emma in die Arme und tanzte mit ihr aus ihrer kleinen Wohnung hinaus auf die Straße........

Nach neun Monaten kam der kleine Michi zur Welt. Mike ist ein stolzer Papa, füttert und wickelt den Kleinen wenn Emma ihre Cello-Stunden hat. Sie hat begriffen, dass sie noch einiges lernen muss. Sie wird es schon schaffen, denn sie hat den eisernen Willen dazu. Vielleicht wird aus der erträumten großen Karriere doch noch eine Kleinere – man wird sehen.

Nunmehr wohnt das Paar in einer hübschen und geräumigen Wohnung. Mike hat seine Auslandsgeschäfte und die damit verbundenen Flüge so weit es geht eingeschränkt und erledigt sehr vieles im Büro.  Es ist ihm zu Bewusstsein gekommen, dass haufenweise Geldverdienen nicht das Wichtigste im Leben ist. 

Mike liebt Emma genau so wie seit dem Tag an dem er sie zum ersten Mal gesehen hat und wenn möglich sogar noch mehr.

Das pinkfarbene Verhüterli hat Mike dann doch noch gefunden und es hat einen Ehrenplatz.    

Und zum Schluss muss noch unbedingt angemerkt werden, dass Amor auch in unserer hektischen und unpersönlichen Zeit überall aktiv ist. Es gibt noch Liebesgeschichten, die tatsächlich Liebesgeschichten sind. Und – liebe geneigte Leser, die es vielleicht schon aufgegeben haben auf die große Liebe zu hoffen: rennen Sie nicht mit dem Smart-Phone durch Ihr Leben, zerstören sie nicht durch dauerndes Tippen auf Ihrem Handy und Hunger nach Informationen die Gelegenheit, der großen Liebe zu begegnen. Vielleicht treffen Sie sie in der U-Bahn, in einem Cafe, in einem Lokal oder im gleichen Gebäudekomplex, nur auf einer anderen Stiege.

Aufruf: GEBEN  SIE AMOR`S  PFEIL EINE CHANCE!