Trotziger Frühling


Stürme toben, Äste, Zweige

biegen sich im Heulen nieder.


Dieser Wind weht bös und kalt!


Bringt das Sehnen zum Ersterben.


Schnee bedeckt die ew´ge Erde,

die zum Grünen schon entschlossen.


Viel zu früh, aufdringlich vorzeitig

brachte Kinder sie zur Welt.

Goldregen, dessen Gold nunmehr früh

verfaulen wird.


Auf blick ich zur Weidenkrone,

spitzes Grünen trotzt auch dort

Schnee und Sturm.


Liebe Weide, willst mir,

blicke ich zu dir empor

später Kälte widerstehend

deine prallen Spitzen zeigen?


Soll ich einmal, nur noch einmal

mit dem Blick zu dir empor

alle Wunder, all Entzücken

dieses Lebens fühlen dürfen?