Herbst II



Nebelschwaden,

grau und weiß,

Wolkenmeer phantastisch wirklich!

Auf Nebelkissen möch´t ich gleiten

laufen, leicht vom Wind getragen

wie im Traum mir oft schon vorgegaukelt.


Doch die Sonne lässt nicht träumen

schon hat sie das Meer zerstört.

Und nun zeigt sie mir die Wiese

Felder und den Wald.


Erdgebunden bin ich wieder

Feuer-farben, Bäume, Sträucher.

Nur dazwischen, dunkel,spitz

ragen Fichten unbeugsam

ungehorsam gegen das Diktat

der Jahreszeiten.


Abgeerntet ist das Feld

zwischen gelben Stoppeln ragt,

hie und da,

ein vergessener, dürrer Halm!


Und ich spüre welken Körper

schlaffe Haut will nicht mehr dienen

straff war sie vor kurzem noch

doch jetzt hat von mir sie wohl genug!


...Und in mir spricht mein Herr,

Herr wer immer du auch bist

und warum du mich auch schufst!

„Lass den müden Körper ruhen,

lass vergehen und verwelken ihn,

wie die Blumen, die einst blühten


... und der Geist, die Seele?

Werden Nebelschwaden steigen?

... und ich werde ruhig und warte!